Bericht Winzerfest Döttingen

(05/10/2025)

Wie alle Jahre fand am ersten Oktoberwochenende das Winzerfest in Döttingen statt. Fast schon traditionsgemäss durften auch wir Majoretten mit dabei sein. Unsere Majorin Nicole und ihre Vize Corina waren bereits zum 16. respektive 13. Mal mit dabei und kannten daher den Ablauf in und auswendig. Ganz gewohnt besammelten wir uns um 08:45 vor dem Feuerwehrlokal Wauwil, wo wir uns auf drei Autos aufteilten und direkt die rund einstündige Fahrt nach Döttingen in Angriff nahmen – zum Glück wurden diesmal keine Autotüren zerkratzt und auch keine Jupes mit Ketchup bekleckert. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass es doch um einiges kälter war als gedacht. Trotz mehreren Schichten von Strümpfen und Thermo-Shirts mussten wir auf Grund von Wind und Regen etwas frieren, doch zwischenzeitlich blickte immer wieder die Sonne durch die Wolken. So «schletzig» wie das Wetter war, waren auch die Gefühle vierer von uns. Das diesjährige Winzerfest war nämlich für Nicole, Corina, Samira und Isabella der allerletzte Auftritt als Majorette in Uniform. Verständlicherweise kämpften sie daher mit etwas gemischten Gefühlen am Morgen.

Gerade als wir uns um kurz vor 11 Uhr bereit machten für den ersten Teil (Einzug) fing es an in Strömen zu regnen. Zum Glück hatten wir gute Begleitung, welche für uns die Pelerinen aus dem Auto holte – obwohl diese dann schlussendlich glücklicherweise doch nicht zur Verwendung kamen. Beim Einzug waren trotz des schlechten Wetters bereits einige Zuschauer am Strassenrand. Aus der Ferne dachte sich noch niemand von und etwas dabei, doch als wir plötzlich näher gegen die Menschenmenge kamen, konnten Nicole und Corina ihren Augen kaum trauen: Ein ganzes Empfangskomitee bestehend aus Familie, beste Freundinnen und ehemaligen Majoretten nahmen extra den weiten Weg nach Döttingen in Kauf, um den letzten Auftritt der beiden hautnah mitzuerleben. Die Überraschung – welche unserer Mini-Obfrau Jenny zu verdanken ist – war mehr als gelungen und forderte einiges an Freudetränen von unserer Majorin und Vize-Majorin. Die Begrüssung unserer Fans war dementsprechend ein sehr emotionaler Moment und die Unterstützung wurde zutiefst geschätzt. Trotzdem durfte ein erstes Anstossen mit Wein nicht fehlen (schliesslich waren wir an einem Winzerfest) und anschliessend ein gutes Mittagessen mit all unseren Liebsten. Um 14 Uhr mussten wir uns kurzzeitig von diesen verabschieden, damit wir an unseren Startpunkt gehen konnten. Zu diesem Zeitpunkt liefen uns auch noch weitere Freunde entgegen, welche die Überraschung komplett machten. Dementsprechend emotional war auch das Einstehen. Obwohl wir wieder die Pelerinen zücken mussten, genossen wir die Weinvielfalt zu passenden Liedern wie «Mon Amour». Der Himmel weinte wohl auch Freudetränen mit uns. Doch wenn Engel reisen, kommt die Sonne hervor. So war dies auch bei uns der Fall, als der eigentliche Umzug startete. Zum Glück war Nicole erfinderisch und gab kurzerhand ein neues Strassenmarsch-Zeichen, dass wir alle unsere Pelerinen abziehen sollen und auf den Wagen vor uns legen durften. Insbesondere die Passage mit all unseren Liebsten war sehr speziell und wir genossen jede Sekunde. Am Ende angelangt holten wir unsere Pelerinen vom Wagen vor uns ab und wurden sogar noch mit Blümchen beschenkt. Anschliessend gönnten wir uns mit unseren Liebsten das versprochene Apéro von Nicole & Corina. Bei Flammkuchen und Rosé in einem Keller-Beizli liessen wir diesen wundervollen Tag ausklingen. Traditionsgemäss durfte auch ein Dessert (dieses Jahr gab es zwar keine Vermicelles, dafür Schoggi-Früchte) und ein Heliumballon für Corina nicht fehlen. Um 18:30 Uhr schlugen wir unsere Wege in Richtung Wauwil ein und hatten ein super Timing, denn der Regen begann direkt nach unserer Abfahrt.

Nicole und Corina bedanken sich bei all ihren Liebsten, welche diesen letzten Auftritt mit ihnen verbracht und unvergesslich gemacht haben. Zudem gehört auch ein grosses Dankeschön an alle aktiven als auch passiven Majoretten für ihr Mitmachen und all die Freundschaften, welche durch diesen Verein entstanden sind. So verabschieden sich unsere Majorin, ihre Vize sowie Isabella und Samira und wir sagen: «Tschüss, Mon Amour».

(Corina Stirnimann)